Frage 01

Was bedeutet der Name 'Baptisten'?
Das Wort 'Baptist' ist von dem griechischen Wort 'baptidso' aus der Bibel abgeleitet und bedeutet 'taufen, untertauchen'. In Deutschland gehören viele Baptistengemeinden zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden K.d.ö.R..

 
Frage 02

Warum gibt es die 'Erwachsenentaufe'?
Wir sprechen nicht von 'Erwachsenentaufe', sondern von 'Glaubenstaufe'. Es geht bei einem Täufling weniger um ein bestimmtes Mindestalter als vielmehr um die Reihenfolge, dass zuerst der Glaube an Jesus und dann erst die Taufe kommt. Nur so erhält die Taufhandlung ihren Sinn.

 
Frage 03

Wie sehen eure Gottesdienste aus?
Die Gottesdienste dauern in der Regel 1 3/4 Stunden. Wir verbringen viel Zeit mit gemeinsamem Singen von Lobliedern für Gott und dem Lernen aus der Bibel. Dabei geht es sehr entspannt zu, sowohl was die Kleidung als auch die Sprache angeht.

 
Frage 04

Seid ihr eine Sekte?
Das Wort 'Sekte' ist an sich problematisch. In Deutschland scheint man darunter fälschlicherweise alles zu verstehen, was nicht zu den offiziellen Großkirchen gehört. Sachlich richtiger wird als 'Sekte' eine Gruppierung bezeichnet, die neben der Bibel noch weitere religiöse Ergänzungsschriften als maßgebend anerkennt und nicht bereit ist, mit anderen Kirchen zusammenzuarbeiten. Beides trifft auf Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden nicht zu. Wir gehören von der Geschichte her in die Evangelische Bewegung und leiten unsere Glaubensüberzeugungen allein aus der Bibel ab.

 
Frage 05

Woran glaubt ihr?
Wir glauben daran, dass in der Bibel Gottes Wille offenbart ist und wir allein durch Gottes Gnade und den Glauben an Jesus Christus ewiges Leben erhalten. Das sind die Kernüberzeugungen der Reformationszeit. Diese verbinden uns mit allen Evangelischen Bewegungen weltweit. Allerdings unterscheiden wir uns durch ein anderes Taufverständnis und durch die Überzeugung, dass Kirche und Staat getrennt sein sollten.

 
Frage 06

Was sind GÜ-Kreise?
GÜ steht für generationsübergreifend. Generationsübergreifende Kreise sind eine spezielle Form von Zellgruppen. Sie integrieren Kinder jeden Alters und treffen sich deswegen schon am frühen Abend. Zu den Elementen gehören ein gemeinsames Abendessen, spielen, singen, beten, in der Bibel lesen und aus der vergangenen Woche erzählen. Erwachsene und Kinder lernen in einer ganzheitlich integrierten Form geistliches Leben.

 
Frage 07

Wann trefft ihr euch?
Wir treffen uns gewöhnlich am Sonntagmorgen um 10.30 Uhr mit der ganzen Gemeinde und allen Gästen. Zusätzlich treffen sich alle Interessierten in der Woche in kleinen Gruppen (sprich: Zellgruppen) privat in den Häusern.

 
Frage 08

Was ist der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden?
In Deutschland hat sich 1941 der Bund der Baptistengemeinden mit den sogenannten 'Brüdergemeinden' zusammengeschlossen. Als gemeinsamer Name wurde 'Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden' gewählt.

 
Frage 09

Was bedeutet Freikirche?
Der Begriff 'Freikirche' ergibt sich aus dem Grundverständnis, dass sich die Kirche 'frei vom Staat' organisieren sollte. Daraus ergibt sich, dass in Freikirchen keine Kirchensteuern eingezogen werden, sondern alle Aktivitäten durch ein freiwilliges Spendenaufkommen getragen werden.

 
Frage 10

Warum der Name 'Zellgemeinde'?
Vor der Gründung haben wir verschiedene Namensvarianten auf ihre Aussagekraft bewertet. Schließlich haben wir uns für 'Zellgemeinde' entschieden, weil darin am deutlichsten der Gemeindeansatz zum Ausdruck gebracht wird. Es geht um eine Gemeinde, die aus einem Netzwerk von kleinen Zellen - im biologischen Sinne - besteht, und sich darüber organisiert und entwickelt.

 
Frage 11

Wie lange gibt es schon Baptisten?
In Deutschland wurde die erste Baptistengemeinde 1834 durch Johann Gerhard Oncken in Hamburg gegründet. Erste Anfänge reichen bis in die Täuferbewegung im 16. Jahrhundert zurück. Der Baptismus als Gemeindebewegung formierte sich aber erst am Anfang des 17. Jahrhunderts in Holland und England.

 
Frage 12

Habt ihr eine Kirchenhierarchie?
Jede Baptistengemeinde ist im Rahmen des Gemeindebundes autonom. Die so genannte Bundesleitung koordiniert die gesamte Arbeit des deutschlandweiten Bundes. Einmal im Jahr findet eine Kirchensynode (sprich: Bundeskonferenz) mit Abgeordneten aller Gemeinden statt, um Entscheidungen des Bundes miteinander zu beraten und zu beschließen.

 
Frage 13

Wer leitet die Zellgemeinde Bremen?
Die Mitglieder der Zellgemeinde Bremen wählen alle drei Jahre ein Leitungsgremium. Prinzipiell könnte jedes Gemeindemitglied dort hinein gewählt werden. In der Regel werden aber nur diejenigen gewählt, die im Rahmen der biblischen Leitlinien ein vorbildliches Leben führen und andere dazu anleiten können.

 
Frage 14

Wie finanziert ihr euch?
Allein über Spenden. Innerhalb der Gemeinde wissen nur die Kassenverwalter, wer wieviel Geld spendet. Der jährliche Haushaltsplan wird in der Jahresgemeindeversammlung gemeinsam beraten und beschlossen.

 
Frage 15

Was sind eure Werte?
Uns ist es besonders wichtig, eine Gemeindearbeit aufzubauen, die unabhängig von Gebäuden lebt und wächst. Kirche besteht in erster Linie aus Menschen, die lernbereit sind, Neues wagen, kreativ Gottes Wahrheiten vermitteln und generationsübergreifend das Wesen Gottes verkörpern.

 
Frage 16

Was sind eure Ziele?
Wir wollen so gut wie möglich unser Leben an der Bibel und an Jesus Christus ausrichten. Darüber hinaus wollen wir mit unserem Lebensstil die Gute Nachricht von Jesus Christus bekannt machen und suchende Menschen herausfordern, sich ebenfalls ihm anzuschließen.

 
Frage 17

Wie seid ihr strukturiert?
Weil ein Gottesdienst einmal pro Woche zu groß ist und zu wenig Zeit bietet, um das Leben miteinander zu teilen, treffen wir uns während der Woche in einer ganzen Reihe von kleinen Gruppen. So können wir persönlicher miteinander reden, über Glaubensfragen sprechen und füreinander beten.

 
Frage 18

Was sind Zellgruppen?
Zellgruppen sind kleine Gruppen mit bis zu 12 Erwachsenen, in denen mit anderen Menschen zusammen das Leben geteilt und einander geholfen wird, die biblischen Wahrheiten konsequent in die eigene Lebensführung zu übertragen. Der Begriff "Zelle" bezieht sich auf Zellen im biologischen Sinne.

 
Frage 19

An wen kann man sich wenden?
Um Kontakt mit uns aufzunehmen, kann man jederzeit einen Gottesdienst besuchen und vor Ort verschiedene Personen ansprechen. Oder aber man gibt über die Kontakttelefonnummern oder Emailadressen ein Signal.

 
Frage 20

Wie wird man Mitglied?
Mitglied kann jeder werden, der (1) an Jesus Christus als seinen Erlöser und Herrn glaubt, (2) sich aufgrund eines öffentlichen Bekenntnisses zu Jesus hat taufen lassen und (3) mit den Grundlinien des Gemeindeverständnisses übereinstimmt.

 
Frage 21

Was ist der 'Schnupperkurs Gemeinde' ?
Im Schnupperkurs wird das Gemeindekonzept für alle Interessierten in Kurzform erklärt. Auf der Grundlage der erhaltenen Informationen können Teilnehmer leichter eine Entscheidung in Bezug auf eine mögliche Mitgliedschaft fällen.