| Anfang des 17. Jahrhunderts |
Die erste Baptistengemeinde wurde 1607 von Engländern, die in ihrer Heimat religiös verfolgt worden waren, in Holland gegründet. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gab es in Europa noch keine Religionsfreiheit. Die ersten Baptisten traten jedoch entschieden für Gewissensfreiheit ein. Wegen dieser Überzeugung wurden sie blutig verfolgt. Deswegen flüchteten viele Gläubige in die Neue Welt nach Amerika. Die berühmtesten sind wohl die 'Pilgerväter', die 1620 auf der Mayflower den Atlantik überquerten. Bis heute wird das kirchliche Leben in Nordamerika zu einem großen Teil von Baptistengemeinden geprägt. |
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| In Deutschland |
Im April 1834 wurde die erste kontinentaleuropäische Baptistengemeinde in Hamburg gegründet. Johann Gerhard Oncken, gebürtig aus dem oldenburgischen Varel (1800), wurde nachts mit weiteren sechs Personen in der Elbe getauft. Später kam es 1837 in Oldenburg und 1840 in Jever zu weiteren Gemeindegründungen. Heute ist der 'Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden K.d.ö.R.' mit seinen ca. 84.000 Mitgliedern die größte anerkannte Freikirche in Deutschland. |
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| In Bremen |
Als 'Vater des deutschen Baptismus' leitete Johann Gerhard Oncken auch den Start der ersten Baptistengemeinde in Bremen (Kreuzgemeinde): Im November 1845 wurde sie mit 11 Personen im Hause des Tischlers Daniel Zincke gegründet. Von dort entstanden schon bald in umliegenden Orten mehrere Predigtstandorte. Man traf sich in und um Bremen, überall, wo man die Möglichkeit dazu bekam, insbesondere in Fischerhude und Seebergen. Im weiteren Verlauf entstanden drei weitere Gemeinden in Bremen (Walle, Lesum und Blumenthal), dazu in Delmenhorst, Verden, Osterholz-Scharmbeck, Achim, Rotenburg, Zeven und Lilienthal. |
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