Baptisten vertreten keine Glaubensbekenntnisse im strengen, bindenden Sinne. Sie orientieren sich grundsätzlich an den Eckwerten der Reformation und verlängern diese in die gemeindliche Praxis. Im Laufe der Jahre haben sich sechs verbindende Glaubensüberzeugungen herauskristallisiert.
Verbindende Glaubensgrundsätze
1) Die Bibel als Gottes Wort. Sie ist die alleinige Regel und Richtschnur für Glauben und Leben.
2) Gemeinde aus Gläubigen. Die persönliche Annahme des Heils in Christus ist für die Zugehörigkeit nötig.
3) Taufe auf das Bekenntnis des Glaubens. Eine Taufe ohne vorausgehenden Glauben ist inhaltslos.
4) Das 'Allgemeine Priestertum aller Gläubigen', daher keine Ämterhierarchie (Rangordnung).
5) Selbständigkeit der Ortsgemeinde, daher kein mit besonderen Befugnissen ausgestatteter kirchlicher Überbau.
6) Glaubens- und Gewissensfreiheit, daher Trennung von Kirche und Staat.
Detaillierter wird dies dargestellt in der so genannten Rechenschaft vom Glauben von 1977.